Xaver Büschel
Paartherapie & Sexualtherapie
Familientherapie & Psychotherapie


Keine Lust mehr


Keine Lust mehr  

Der Fernsehbeitrag wurde am 4. November 2010 in frauTV im WDR Fernsehen gesendet

Keine Lust mehr

Es gibt keine offiziellen Zahlen, und sprechen möchte auch niemand darüber: Aber irgendwie hat man das Gefühl bei vielen Paaren die länger zusammen sind, läuft in Sachen Sex nicht mehr so viel. frauTV wollte wissen, ob das so ist. Und wenn ja, woran es liegt.

Wie sind wir auf das Thema gekommen?

Manche Themen bei frauTV entstehen, wenn die Redakteurin und die Autorin bei einem Kaffee zusammen sitzen. Und dieses Thema ist genau so entstanden. Am Anfang dachten wir: Frauen sind meistens die, die keine Lust haben und wir wollten wissen, woran liegt das eigentlich? Nach einigen Telefonaten und einem langen Vorgespräch mit dem Paartherapeuten Xaver Büschel war klar, das stimmt so gar nicht, denn in Bezug auf „keine Lust mehr" sind die Männer inzwischen emanzipiert, das heißt, auch immer mehr Männer haben keine Lust mehr auf Sex. Die Gründe sind sehr individuell, trotzdem gibt es ein paar Fehler, die wir fast alle machen und die wollen wir in dem Beitrag zeigen.

Wer erzählt über seine Probleme im Bett?

Der Paartherapeut war ja schnell gefunden, aber welches Paar will im Fernsehen erzählen, dass im Bett nichts mehr läuft und warum. Deshalb haben wir uns entschlossen, diesen Film ohne Betroffene zu drehen. Stellvertretend für viele Paare, die Probleme mit der Sexualität haben, haben wir deshalb mit einem Ballonpaar gedreht.

Frauen suchen das Problem oft bei sich

Wenn es im Bett nicht mehr läuft, denkt Frau schnell es liegt an ihr. Sie macht sich Gedanken über ihre Figur oder ihre Unterwäsche, ihre Ausstrahlung. „Typisch weiblich", sagt der Paar-therapeut Xaver Büschel, „denn Frauen suchen das Problem gerne bei sich: Das liegt an unserer Erziehung! Schon seit Generationen wird nämlich die weibliche Fähigkeit sich für alles verantwortlich zu fühlen weitervererbt." Ein anderer typischer weiblicher Anfangsfehler auf den Xaver Büschel hinweist: Frauen neigen beim Beginn der Partnerschaft zu Klein-Mädchenträumen, sprich sie hoffen, den Märchenprinz zu finden und dann glücklich bis ans Lebensende zu werden. Leider hören die Märchen auf, wenn der Prinz gefunden wird, das Leben und die Probleme fangen an, wenn der Alltag in eine Beziehung einkehrt.

Wichtig

Beim Gespräch mit dem Paartherapeut sind viele wichtige Dinge angesprochen worden und grundsätzlich kommt es natürlich immer auf das einzelne Paar an. Drei Dinge möchte ich hier aufschreiben, die ich nach meinem Gespräch mit dem Therapeuten in meinen Notizen dick unterstrichen hatte.

Drei Tipps

Wenn es keinen Sex mehr in der Beziehung gibt, dann stimmt meist auch etwas in der Partnerschaft nicht.
Wer sich einen treuen Partner wünscht, und die meisten Frauen tun das, sollte sich klar darüber sein, die beste Vorraussetzung dafür ist, wenn die Sexualität in der Partnerschaft stimmt.
Bei Sexualität muss es nicht immer nur um das eine gehen, wichtig ist: Zärtlichkeit und Nähe zuzulassen und dann ergeben sich vielleicht auch wieder andere Dinge.

Buchtipp

Lena Bredow:
„Heute nicht, Liebling - ich hab' Migräne: Oder: Wie die Leidenschaft zurückkehrt"
Books on Demand, ISBN-13: 978-3837048353
Ratgeber, der sich aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit der Unlust in Beziehungen beschäftigt und viele Tipps gibt.

Autorin:
Ute Schneider